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Download Medienrituale: Rituelle Performanz in Film, Fernsehen und by Kathrin Fahlenbrach, Ingrid Brück, Anne Bartsch PDF

By Kathrin Fahlenbrach, Ingrid Brück, Anne Bartsch

Massenmedien sind in unserer Gesellschaft ein zentraler Ort moderner Rituale. Zum einen bedienen sich Akteure des öffentlichen Lebens der Medien als discussion board ritueller Selbstinszenierung: Politiker, Kirchenvertreter oder soziale Bewegungen - sie alle nutzen die rituelle Macht der Medien, um ihre Botschaften wirkungsmächtig zu verbreiten. Daneben haben die Medien eigenständige Rituale entwickelt, die längst ins 'kulturelle Programm’ westlicher Gesellschaften Eingang gefunden haben. Gerade die Rundfunkmedien haben durch ihren Live-Charakter und ihre Serialität rituelle Formen der Inszenierung und Rezeption entwickelt, die dem Einzelnen vor dem Bildschirm Orientierung bieten - weit über die Grenzen sozialer und nationaler Zugehörigkeit hinaus.
Der Band möchte dazu anregen, die in den Medienwissenschaften bisher noch vernachlässigte Auseinandersetzung mit der Ritualforschung anzuregen und ihre Potenziale für die examine und Theorie unserer Medienkultur aufzuzeigen.

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Gerbner/Gross 1976). Beim Fernsehgebrauch kommt es zwangsläufig zu von den Angebotsherstellern und -vertreibern nicht intendierten Nutzungen der Medienangebote, denn die Vervielfachung der Angebote orientiert sich nicht primär an den ausdifferenzierten kulturellen Interessen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, sondern in der Regel an verwertungsorientierten Interessen (Gewinnerzeugung). In der Rezeption formulieren sich deshalb eigene kulturelle Praktiken heraus, die wiederum auch Veränderungen in den Angeboten nach sich ziehen können.

Vortragsmanuskript Reichertz, Jo (2000): Die Frohe Botschaft des Fernsehens. Kulturwissenschaftliche Untersuchung medialer Diesseitsreligion. ) (2007): MedienAlltag. Domestizierungsprozesse alter und neuer Medien. Wiesbaden. VS Verlag Silverstone, Roger (1994). Television and Everyday Life. London/New York: Routledge. Soeffner, Hans-Georg (1989): Emblematische und symbolische Formen der Orientierung. : Auslegung des Alltags – Der Alltag der Auslegung. Zur wissenssoziologischen Konzeption einer sozialwissenschaftlichen Hermeneutik.

A. 2000: 90) bereits als Überführung des realen sozialen Umfelds der Bewohner in die künstlich erzeugte Welt der Spielshow thematisiert. In diesem Sinn ließe sich die Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! als die ästhetische Darstellung einer rituellen Praxis sehen, bei der Akteure von einem Wirklichkeitsbereich, dem wirklichen Leben als Promi- Ritual, Skandal und Selbstreferntialität. Fernsehen und Alltagszyklen 43 nente, in einen anderen Wirklichkeitsbereich, den der Show im australischen Dschungel, wechseln.

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