German 11

Download Auf dem Weg zu neuen Hochschultypen: Eine by Grit Würmseer PDF

By Grit Würmseer

Das deutsche Hochschulsystem befindet sich unter massivem Veränderungsdruck - Universitäten und Fachhochschulen sehen sich mit zahlreichen staatlichen Reformen konfrontiert. Wie reagieren Hochschulen als Organisationen auf gegenwärtige gesellschaftliche und politische Herausforderungen? Bilden Universitäten und Fachhochschulen neue Hochschultypen aus? Diesen Fragen geht Grit Würmseer in ihrer qualitativ angelegten empirischen Untersuchung nach, indem sie die Identitäten von Fachhochschulen und Universitäten rekonstruiert. Vor dem Hintergrund der externen institutionellen Vorstellungen über Hochschule, die mittels der politischen Reformen transportiert werden, wird nicht nur nach strukturellen Anpassungen, sondern darüber hinaus nach Veränderungen der organisationalen Identität gefragt, wobei der Blick auf das Entstehen neuer Differenzierungslinien auf der Ebene des Hochschulsystems gerichtet ist.

Show description

Read or Download Auf dem Weg zu neuen Hochschultypen: Eine organisationssoziologische Analyse vor dem Hintergrund hochschulpolitischer Reformen PDF

Similar german_11 books

Sexuelle Traumatisierung und ihre Folgen: Die emotionale Dimension des sexuellen Missbrauchs

Das Buch liefert Ergebnisse einer empirischen Untersuchung im Zusammenhang mit sexueller Traumatisierung sowie deren Folgeerscheinungen. Es wurden Frauen befragt, die in ihrer Kindheit und Jugend sexuelle Gewalt erleben mussten. Die erlebte emotionale Belastung und die damit verbundenen "Verhaltensauffälligkeiten" werden aus zahlreichen Fallbeispielen ersichtlich.

Bedrohungen der Demokratie

Über die Zukunft der Demokratie entscheiden ihre Bedrohungen. Diese haben zwei Seiten: auf der einen Seite stehen Bedrohungen wie der Verlust politischer Steuerungsfähigkeit in einer globalisierten Welt oder der Verlust von Sicherheit durch transnational agierende Terroristen. Auf der anderen Seite stehen solche wie der Verlust von Legitimation durch die Verweigerung politischer Partizipation oder wie der Verlust von politischer Urteilskraft durch massenmediale Überinformation.

Bestellt und nicht abgeholt: Soziale Ungleichheit und Habitus-Struktur-Konflikte im Studium

Wie werden soziale Herkunft und Ungleichheit im Studium erlebt und verarbeitet? Dieses Buch vermittelt "Statistik" und "Erleben" nicht nur theoretisch, indem eine an Pierre Bourdieus Sozioanalyse angelehnte Heuristik von Habitus-Struktur-Konflikten vorgestellt wird. Vielmehr zeigt die examine von Studienberatungsgesprächen, studentischen Wochenberichten und Interviews, dass Studierende nicht-akademischer Herkunft nicht nur verstärkt unter der mangelnden Passung ihres Habitus zu den vorgefundenen kulturellen Mustern leiden, sondern dass soziale Ungleichheit in verschiedenen Formen subtil thematisiert wird.

Additional info for Auf dem Weg zu neuen Hochschultypen: Eine organisationssoziologische Analyse vor dem Hintergrund hochschulpolitischer Reformen

Sample text

In Deutschland fand diese Thematik ihren Niederschlag in den Warnungen Georg Pichts (1964) vor der drohenden deutschen Bildungskatastrophe. ] vom geistigen Potential sind in der modernen Welt die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft, die Höhe des Sozialproduktes und die politische Stellung abhängig“ (Picht 1964: 26). Wissenschaftlich haben diese Erkenntnisse zur Ausbildung der Bildungsökonomie geführt. Die ökonomische Betrachtung von Bildungsprozessen, die den Zusammenhang von Bildungsinvestitionen, der Qualifikation der Arbeitskraft sowie den gesamtgesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen von Bildung thematisierte, konnte sich seit Mitte des 20.

Als die aktive Bildungspolitik dominierende Vorstellung der Zeitspanne zwischen den 1960er und 1970er Jahren kann somit die Leitidee ‚Wirtschaftswachstum und Chancengleichheit‘ identifiziert werden. Der Ausbau und die Umgestaltung des Hochschulsystems folgten diesen beiden Gedanken. Das Hochschulsystem sollte dazu beitragen, qualifizierte Absolventen für die Wirtschaft auszubilden und allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen den Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen, um insgesamt die Bildungsbeteiligung zu fördern.

Sie befürchteten, dass mit dem Gruppendenken der hochschulpolitische Konflikt gewissermaßen institutionalisiert werde. In Entscheidungsprozessen gab nicht mehr der Sachverstand den Ausschlag, sondern Koalitionen politischer Gruppen (Führ 1997: 208). Die beschriebenen Entscheidungsstrukturen gelten grundsätzlich ebenso für Fachhochschulen. Allerdings fehlt an Fachhochschulen die Gruppe der akademischen Mitarbeiter. Die Aufgaben in Forschung und Lehre werden vollständig von den Professoren erfüllt, wobei diese hierfür keine Lehrstühle mit den entsprechenden Strukturen und personellen Ressourcen innehaben17.

Download PDF sample

Rated 4.98 of 5 – based on 25 votes